Chartformation Dreieck: Ein Hinweis für eine Trendbeschleunigung

Die Chartformation Dreieck ähnelt dem Keil, darf aber nicht mit diesem Verwechselt werden. Ein Dreieck entsteht, wenn die Hoch und Tiefpunkte des Charts aufeinander zulaufen. Sobald die obere Linie tendenziell fällt und die untere steigt, liegt eine Dreiecksformation vor. Der Ausbruch aus einem Dreieck findet meist in der Richtung des Trends statt, der vor der Bildung des Dreiecks entstand. Wenn ein Aufwärtstrend vorliegt, entsteht das Dreieck weil der Druck der Verkäufer die Bildung von neuen Hochs verhindert, innerhalb der Formation kommt es jedoch nicht zu neuen Tiefkursen, sondern zu Tiefpunkten, die höher als das vorangegangene Tief liegen. Der Druck der Verkäufer konnte die Trendwende noch nicht bestätigen. Es ist am wahrscheinlichsten, dass die Seite, die gegen den Trend gehandelt hat wegfällt, wenn die Spitze des Dreiecks erreicht wird, so dass der Ausbruch in die Trendrichtung stattfindet.

Die Preisentwicklung nach dem Ausbruch kann für einen begrenzten Zeitraum schneller voranschreiten als vor dem Ausbruch, bis der Kursverlauf in eine bis dahin durchschnittliche Preisentwicklung zurückfällt. Bei der Bildung eines Dreiecks sollte das Handelsvolumen zumindest dem Durchschnitt entsprechen. Das Handelsvolumen gibt die Anzahl der Anteile eines Aktientitels an, die gehandelt wurden. Desto größer das Handelsvolumen ist, desto signifikanter ist die Ausbildung des Dreiecks und der darauf folgende Ausbruch. Die Bildung eines Dreiecks mit einem hohen Volumen oder gar einem Handelsvolumen, der weit über dem Durchschnitt liegt zeigt an, dass die Händler, die sich gegen den Trend gestellt haben keine Kehrtwende herbeiführen konnten und das es immer noch eine große Anzahl an Käufern gibt oder Verkäufer, wenn der Trend vor der Ausbildung des Dreiecks nach unten gedeutet hat. Wenn aber das Dreieck mit einem Handelsvolumen entstanden ist, der weit unter dem Durchschnitt liegt, könnte dessen Bedeutung weniger Signifikant sein.

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