Chartformation Wimpel

Als Wimpel bezeichnet man eine bekannte Chartformation, die einem symmetrischen Dreieck ähnelt, und sich aus zwei zusammenlaufenden Trendlinien zusammensetzt. Sie bildet sich meist nach starken Kursbewegungen. Der Name leitet sich von der englischen Bezeichnung „Pennant“ ab. Kennzeichnend für die Formation sind die konvergierenden Trendlinien, die entweder symmetrisch sind, oder verschiedene Neigungswinkel, entweder nach oben oder nach unten aufweisen.
Der Wimpel gilt als eine kurzfristige Trendbestätigungs-Formation in der Gruppe der Tertiärformationen, und kennzeichnet meist eine kleine Pause innerhalb einer starken Trendbewegung. Die durch den Wimpel entstehende Seitwärtsphase, wird meist dazu genutzt neues Potenzial zu schöpfen, bevor es wieder zu einem Kursausbruch in Richtung der Trendlinie kommt. So kann der Wimpel entweder einen Aufwärtstrend, als Bullen-Wimpel, oder einen Abwärtstrend, als Bären-Wimpel signalisieren.
Durch die Länge des so genannten Fahnenmastes, welcher vom Startpunkt bis zum Ziel der steilen Bewegung gemessen wird, bestimmt man das mögliche Kursziel.

Entstehung:

Ein Wimpel entsteht indem das Handelsvolumen während der Formationsbildung stark rückläufig ist, während es beim Ausbruch aus der Formation deutlich zunimmt. Dabei wird zur Berechnung meist eine Zeitspanne von mindestens 4 Tagen bis maximal 3 Wochen herangezogen. Generell sollte man aber mit 1-3 Wochen rechnen. Wenn die Formation nach spätestens 3 Wochen nicht vollendet ist, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine andere Dreiecksformation, die eine völlig andere Bedeutung haben kann, oder gar zu einer starken Konsolidierungsphase führen kann.

Signale:

Verlässt der Aktienkurs den Wimpel nach einem steilen Aufwärtstrend nach oben, gilt dies als Kaufsignal, verlässt der Kurs den Wimpel jedoch nach einem steilen Abwärtstrend nach unten, so ergibt sich ein Verkaufssignal.

Aussage:

Man geht davon aus, dass die Möglichkeit eines Trendauslaufes umso größer ist, je steiler sich der Wimpel entgegen der Trendrichtung bildet. Dennoch sollte man der Chartformation keine zu große Bedeutung geben, da sie nur eine Tertiärformation ist und kaum einen Trendauslauf oder eine Trendumkehr aus dem Neigungswinkel verursacht.

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